Gesellschaft für Thrombose-
und Hämostaseforschung

Geschichte

GESCHICHTE UND ENTWICKLUNG DER GTH

Am 30.11.1956 wurde die Vorläufergesellschaft der GTH, die Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Blutgerinnungsforschung (DAB), in Heidelberg gegründet. Der wesentlichste Grund dafür bestand darin, dass zu diesem Zeitpunkt die Kenntnisse auf dem Gebiet der Blutgerinnung rasch voranschritten. Die Gründungsmitglieder der DAB stammten aus dem ehemaligen West- und Ostdeutschland. Österreicher und Schweizer wurden bereits wenig später in diese Gemeinschaft eingebunden, die sich definierte als „Eine Arbeitsgemeinschaft von Spezialisten, die auf dem Gebiet der Blutgerinnung tätig sind". Zu Beginn war die DAB eher ein Diskussionsforum, in dem die Mitglieder noch sehr informell ihre experimentellen und klinischen Ergebnisse austauschten und diskutierten, mit der Zeit wurden die Zusammentreffen zu strukturierteren und formelleren Tagungen erweitert.
Aufgrund der Erfordernis einer Abänderung der Methode zur Wahl neuer Mitglieder sowie der Umstrukturierung der Arbeitsgemeinschaft an sich war zwischen 1979 und 1982 eine kleine Arbeitsgruppe damit befasst, die Statuten einer neuen Gesellschaft zu erarbeiten: Es sollte eine offene Gesellschaft nach dem Vorbild der International Society on Thrombosis and Haemostasis (ISTH) gegründet werden. Die wesentlichen Elemente dieser neuen Statuten waren: Internationalität, leichter Zugang zur Mitgliedschaft, Wahl der/s Vorsitzenden für nur 4 Jahre und Kongresse nach internationalem Standard.
Von 1980-1982 wurden Kongresse für Thrombose und Blutgerinnung und Sitzungen der DAB noch alternierend abgehalten, im Jahr 1982 wurde dann schließlich die deutsch-österreichisch-schweizerische Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung e.V. (GTH) gegründet, die seither jährlich eine Tagung im Dreiländergebiet Deutschland-Österreich-Schweiz abhält und sich mittlerweile als weltweit zweitgrößte Fachgesellschaft auf diesem Gebiet gleich nach der ISTH etabliert hat. Die Anzahl ihrer Mitglieder ist seit der Gründung rasch angewachsen und in stetigem Steigen begriffen.
Die Jahrestagungen der GTH sind stets gut besucht und bieten sowohl ein breites Repertoire an interdisziplinären Themengebieten, von Grundlagenforschung bis hin zur unmittelbaren klinischen Anwendung, als auch eine exzellente Auswahl hervorragender internationaler Sprecher und Forscher, die aus ihrem Erfahrungsschatz berichten und neueste Ergebnisse und Erkenntnisse präsentieren. Auch für den wissenschaftlichen Nachwuchs bietet die GTH ein geeignetes Präsentationsforum, sowohl in Form von Vorträgen (Einreichung von Abstracts mit anschließender Begutachtung und Auswahl durch ein wissenschaftliches Expertenkomitee) als auch durch Posterpräsentationen.
Weitere wichtige Schwerpunkte der GTH stellen sowohl die Arbeit der themenspezifischen Ständigen Kommissionen und Arbeitsgruppen als auch die Forschungsförderung dar, im Rahmen derer Preise und Stipendien sowohl für junge, als auch für arrivierte Wissenschaftler auf dem Gebiet der Thrombose- und Hämostaseforschung bereit gestellt werden.
Am 23.02.2010 wurde schließlich vom Vorstand ein

Mission Statement beschlossen, in dem die GTH ihre aktuellen und im Vergleich zur Gründungsphase erweiterten Ziele darlegt. Seit dem Zeitpunkt ihrer Gründung bis heute jedoch ist die Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung e.V. (GTH) ein gemeinnütziger Verein im Sinne einer interdisziplinären, wissenschaftlich-medizinischen Fachgesellschaft geblieben und dient ausschließlich den Zwecken der Wissenschaft und der Weiterbildung.

Vorsitzende, Schriftführer und Schatzmeister von DAB/GTH:

JahrVorsitzende(r)SchriftführerSchatzmeister
1982J. van de LooR. SchmutzlerG. Landbeck
1983S. WitteR. SchmutzlerG. Landbeck
1984E.A. BeckR. SchmutzlerG. Landbeck
1985E. WenzelR. SchmutzlerG. Landbeck
1985-86L. RókaR. SchmutzlerG. Landbeck
1987-88K. LechnerU. Schmitz-HuebnerG. Landbeck
1989-90K. LechnerU. Schmitz-HuebnerI. Scharrer
1991-94G. Müller-BerghausU. Schmitz-HuebnerI. Scharrer
1995-96J. van de LooH. RiessI. Scharrer
1997-03W. SchrammH. RiessE. Seifried
2003-05C. MannhalterM. SpannaglE. Seifried
2005-07C. MannhalterM. SpannaglJ. Oldenburg
2007-11I. PabingerM. SpannaglJ. Oldenburg
2011-12C. BodeA. TiedeJ. Oldenburg
2012-15C. BodeA. TiedeE. Lindhoff-Last
2016-B. Kemkes-MatthesA. TiedeE. Lindhoff-Last